Sanierung Erika-Mann-Grundschule verzögert sich: Grüne Mitte kritisieren Vergabefehler im Amt für Facility Management
Die Sanierung der Erika-Mann-Grundschule in Berlin-Mitte wird sich möglicherweise um Jahre verzögern. Grund dafür ist eine vergaberechtliche Fehleinschätzung des Amtes für Facility Management, die Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 21. Mai öffentlich eingeräumt hat. Das Amt hatte versucht, Mittel aus einem Versicherungsschaden mit öffentlichen Geldern zu kombinieren, was den geltenden Vergaberichtlinien widerspricht.
Was ist passiert?
Die vergaberechtliche Fehlplanung betrifft die Finanzierung der Sanierungsarbeiten an der Erika-Mann-Grundschule. Indem Versicherungsmittel und öffentliche Fördergelder unzulässig vermischt wurden, entstand ein Verstoß gegen das Vergaberecht, der nun zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen im Bauprojekt führen könnte.
Julia Bornkessel
Die fehlerhafte Planung im Vergabeverfahren hat direkte Konsequenzen für rund 500 Schülerinnen und Schüler, deren Schulalltag dadurch erheblich beeinträchtigt wird. Solche Fehleinschätzungen belasten nicht nur die Betroffenen vor Ort, sie beschädigen auch das Vertrauen in eine verlässliche Verwaltung. Damit wichtige Infrastrukturprojekte künftig ohne Verzug realisiert werden, fordern wir für das Amt für Facility Management ein verbessertes Qualitäts- und Fehlermanagement sowie eine stärkere Umsetzungskraft.
Julia Bornkessel
Verlässliche Schulsanierungen sind eine Kernfrage der Bildungsgerechtigkeit. Dass die Sanierung der Erika-Mann-Grundschule nun aufgrund von Fehlern im Facility Management gefährdet ist, ist inakzeptabel. Wir erwarten eine nun zügige und priorisierte Bearbeitung, einen ehrlichen Zeitplan und kämpfen dafür, damit die Kinder und das pädagogische Personal schnellstmöglich ein Lernumfeld bzw. Arbeitsort erhalten, das sie wertschätzt.